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Espresso - Siebträger oder Vollautomat?

February 06, 2020

Je tiefer Du in die genussvolle Welt des Kaffeezubereitens hineinkippst, desto mehr Diskussionen, Vor- und Nachteile der einzelnen Maschinen und auch mehr überschwängliche Infos wirst Du auf diversesten Seiten lesen können.

Als Dein Dealer will ich Dir ganz klar sagen: Die ultimative Lösung für jedermann gibt es nicht. Denn wie bei allen anderen Getränken auch, ist Geschmack ein sehr subjektives Empfinden. Jeder findet was anderes toll.

In diesem kleinen Artikel, möchte ich auf die beiden beliebtesten Maschinenarten für die Zubereitung von Espressi, Milchkaffees etc. eingehen.

 

Siebträgermaschinen oder Vollautomat? Was denn nun?

Ciao bella Italia. Tatsächlich ist es nicht verwunderlich, dass Italien meist in einem Atemzug in Gesprächen zum Inbegriff guten Kaffees genannt wird. Denn der klassische Espresso, wie wir ihn in Mitteleuropa so sehr lieben, und der meist auch Basis für alle weiteren Kaffeevarianten ist, wurde tatsächlich in Italien erfunden. 

Fragt man einen italienischen Barista, hört man meist 3 Faktoren, die wesentlich für einen guten Espresso sind. Mahlgrad der Bohnen, Brühtemperatur und Brühdruck.

Man nehme also beste Espressobohnen (natürlich von bohnendealer.coffee), mahle sie (laut einer ganz neuen Studie) mit einem mittleren Mahlgrad, brühe sie mit 93-97°C heissem Wasser unter einem Druck von mindestens 15 Bar und schwupdiwupp, schon ist der Espresso perfekt. So einfach? Leider nicht ganz. Denn hier trennt sich die sprichwörtliche Spreu vom Weizen.

Der Vollautomat:

Kaffeevollautomaten sind die beste Erfindung für ein superschnelles, unkompliziertes und vor allem sauberes und einfaches Zubereiten guter Kaffees. Punkt.

Leider reicht aber auch hier wie in vielen Bereichen der Haushaltselektronik die Preisspanne von ca. €250,00 bis €2.500 und der Kaffee-Junkie weiß nicht was er nun kaufen soll.

Ist ein Vollautomat um € 250 denn so viel schlechter als ein Automat um das zehnfache? Klare Ansage: Nein. Nicht unweigerlich.

Ich als dein Dealer habe in meiner langen Kaffeekarriere schon viele Maschinen verschiedenster Preisklassen ausprobiert. Mein persönliches Fazit: Willst du 2-3x am Tag guten, schnell zubereiteten Kaffee für ein überschaubares Geld? Das geht auch mit einem Automaten um 250 Euro. Ich selbst habe jahrelang meinen Kaffee mit einer Melitta Cafeo Solo zubereitet. Ein tolles Ding mit Kegelmahlwerk, dass einfach nicht nachlässt. (Nein ich bekomm kein Geld von Melitta ;-)

Wenn Du aber 5 Menschen im Haushalt oder Büro hast, und dementsprechend mehr Kaffees pro Tag zubereitet werden, empfiehlt sich ein höheres Budget! Warum? Ganz einfach: Boilergröße, Wassertankgröße, Aufbrühzeit, Ein-oder Mehrkreismaschinen, Verarbeitungsmaterialien, Milchtanks und Wartungsintervalle etc.

Apropos Wartung: Hier zeigt sich erstmals ein klarer Nachteil. Vollautomaten mahlen, brühen, werfen aus, spülen usw. Haben Sie auch noch einen Milchtank, so schäumen und erhitzen und dampfen auch noch. Was bedeutet das? Die Reinigung und Wartung ist deutlich aufwändiger als zb. bei Siebträgern.

Entkalken, Reinigen mit speziellen Tabletten, das Ausspülen der Brühgruppe, das Entfernen von Kaffeeölen in Auslauf-und Tresterbehälter. Alles unumgänglich im Sinne der Lebensdauer und Hygiene der Maschine. Vor allem wenn ein Milchtank ins Spiel kommt, ist Hygiene oberstes Gebot. Täglich reinigen Pflicht. Mit dem Lactobacillus ist nicht zu spaßen.

So und jetzt zum Thema Espresso im Vollautomat. Eine gute Crema wie im Kaffeehaus schaffen die wenigsten Vollautomaten. Warum? Weil man dafür mindestens 15 Bar braucht, besser noch um die 20 Bar. Da sind sich Baristi rund um die Welt meist einig. Und auch wenn einige Hersteller angeben, sie würden diese Drücke erreichen, so gibt es keine Möglichkeit das zu überwachen, und schon gar kein Regelwerk, dass dies garantieren würde.

Ja, der Kaffee wird dennoch schmecken, er wird eine zarte Crema bekommen und vor allem schnell zubereitet sein. Und das ist toll.

Bei günstigen Vollautomaten erreicht man leider aber kaum die Brühtemperaturen die ideal wären. Das haben einige interne Tests bei mir gezeigt.

Und eben genau hier beginnt leider der Preisanstieg. Was richtig gut sein soll und lange halten soll kostet eben auch ein wenig mehr. Als Privathaushalt mit 6 Kaffees pro Tag (2-3 Personen die Kaffee trinken) ist man mit einer Maschine um € 500 bestimmt gut bedient. Mehr geht immer. Klar.

Für Büros empfehle ich aufgrund der hohen Zubereitungsfrequenzen und der vielen unterschiedlichen Bediener ohnehin nur Topgeräte zu verwenden. 

Kleine Büros (bis 5 Mitarbeiter) kommen da mit € 500 aus, mittlere (bis 10 MA) bewegen sich im Bereich von € 700-1.000 und große Büros sollten zwischen €1.000-2.000 veranschlagen. Gerne berate ich Dich dazu persönlich.

Der Siebträger:

Kaffeezubereitung zelebrieren. So kann man die Zubereitung simpel zusammenfassen. 

Wir alle kennen die Siebträgermaschinen aus der Gastronomie. Fast jedes Lokal hat eine. Manche sogar mit 4 oder mehr Brüheinheiten. Dir ist bestimmt auch schon aufgefallen, dass der Kaffee im Kaffeehaus oft eine dicke ölige Crema besitzt, die guten Baristi erlaubt mit Milch ein schönes Kunsterwerk auf die Crema zu zaubern. Aber woher kommt das?

Back to the Start: Kaffeebohnen in eine Mühle geben, Mahlgrad wählen, Pulvermenge bestimmen, Tampern (das Verdichten des losen Pulvers im Sieb), einspannen und festziehen, Pumpe aktivieren, zusehen wie der Espresso langsam in die Tasse läuft und die Cremahaube nach oben wandert und am Ende den Siebträger in der Satzlade ausklopfen. Na Servas? Ja. Aber Hallo.

Die Zubereitung von Kaffee im Siebträger gleicht einer Zeremonie und will geübt sein. Dein Einsatz zahlt sich aber aus. Wer Espresso sagt, sollte auch Siebträger sagen. Alles eine Frage der Zeit und Philosophie? Ja. Aber auch des Budgets? Naja! Teuer muss nicht sein! Zumindest nicht für den Heimgebrauch.

Unglaublich aber wahr, Siebträger gibt es im Onlinehandel schon ab ca. 70 Euro. Echt jetzt? Ja! Aber Vorsicht!

Tatsächlich habe ich kürzlich aus reinem Interesse eine Maschine in diesem Preisbereich gekauft und getestet. Und sieh da, das Ergebnis war gar nicht mal so übel. Nach einiger Übung. Bei Erreichen der Brühtemperatur erschien ein grünes Licht. Gleich Pumpe einschalten? Keine Gute Idee! Wenn ich sofort nach aufleuchten eingeschaltet habe, erlosch das Licht lange bevor die Tasse gefüllt war. Ja, kleine Maschine, kleiner Boiler. Eigentlich logisch. Manometer zur Druckkontrolle? Fehlanzeige.

Leider auch hier: Mehr Euros mehr Spaß. Ein guter Siebträger für den Privathaushalt kostet schnell mal das gleiche wie ein Vollautomat oder mehr. Aber die Investition zahlt sich aus.

Großer Vorteil, abseits der unschlagbaren Espresso Qualität: Die Wartung. Da beim Siebträger nur heißes Wasser durch die Maschine läuft, reicht es, sie an den Stellen, wo sie äußerlich mit dem Kaffeepulver in Kontakt kommt zu reinigen um Rückstände zu entfernen. Und natürlich gehört Sie auch regelmäßig entkalkt.

Nachteil: Aufheizzeit, Zubereitungsschritte und Gesamtaufwand (man braucht auch eine Mühle, einen Tamper und einen Satzbehälter).

Für beide Zubereitungsarten gilt: Längere Lebensdauer und besseren Kaffeegeschmack erhält man mit entkalktem Wasser. Das bekommt man ganz einfach ab einem Invest von ca. € 20,- für z.B. einen Brita Filter o.ä. 

Fazit: Privat -  Geschmacksache, Frage der Leidenschaft und auch Zeitfrage. Büro: Wenn Du keinen Barista einstellen willst: Hochwertigen Vollautomaten kaufen und unbedingt regelmäßig warten!

Dein Dealer von bohnendealer.coffee verwendet privat übrigens beides!

 

In diesem Sinne,

More Espresso > less Depresso!

Don Dealer - Dein Pate des guten Kaffees

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